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Anneliese Schauer, Winnenden

Wie viele Stufen es im Schwaikheimer Torturm in der Winnender Marktstraße bis ganz nach oben sind, weiß Anneliese Schauer gar nicht so genau. „Jedes Mal kommt etwas anderes heraus, wenn ich die Stufen zähle“, sagt sie und lacht. Oft genug erklommen hat sie die gewundene Steintreppe aber allemal: Gemeinsam mit ihrem 2019 verstorbenen Mann Eberhard hat sie den Turm (vermutlich aus dem 13. Jahrhundert) seit Mitte der 70er-Jahre Stück für Stück, Stockwerk für Stockwerk, entrümpelt, saniert und zum kleinen, aber feinen stadtgeschichtlichen Museum in historischen Turmstuben ausgebaut. Wände wurden herausgerissen, eimerweise Bauschutt und Müll nach unten getragen, Kabel verlegt. Alte Uhrwerke aus dem 17. Jahrhundert, eine Bäckerslade, Fahrräder aus dem 18. Jahrhundert oder uralte Postkarten und Urkunden wurden in liebevoller Akribie zusammengetragen.

»Jedes Mal kommt etwas anderes heraus, wenn ich die Stufen zähle«
– Anneliese Schauer

Ganz hoch droben, im 5. Stock, befindet sich sogar ein kleiner Gastraum für bis zu 30 Gäste. „Vor allem in den 80er-Jahren war das eine tolle Zeit! Kistenweise haben wir die Getränke hochgeschleppt und die Gäste bewirtet, hier war mächtig was los!“, erinnert sich Anneliese Schauer. Für sie ist der Turm bis heute ein magischer Ort, mit dem sie viele schöne Erinnerungen verbindet. Das Liebste ist ihr noch immer der Blick über ihre Stadt, in der sie seit mehr als 40 Jahren zuhause ist.

Fotos: Heiko Potthoff / www.starkebilder.de
Text: Claudia Bell / www.textkreationen.de

Der Schwaikheimer Torturm ist in der Marktstraße 33. Besichtigungen sind nach Voranmeldung unter der Nummer 07195-13-260 oder per Mail unter [email protected] möglich.